Haus Schöneweide

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schoeneweide-GarteneingangDas "Haus Schöneweide" ist eine Einrichtung für 30 chronisch suchtkranke Männer gemäß §§ 53, 54 des XII. Sozialgesetzbuches (SGB XII).

In der Einrichtung werden mehrfachgeschädigte, nichtabstinenzfähige alkoholkranke Männer, die aufgrund ihres psychischen wie auch körperlichen Gesundheitszustandes nicht mehr alleine wohnen können, aufgenommen.

Durch eine enge Betreuung können die Ursachen bzw. Folgen langjähriger Wohnungslosigkeit und Suchterkrankung aufgearbeitet werden. Ziel der Arbeit ist es, den Alkoholkonsum zu minimieren und den Gesundheitszustand zu stabilisieren.
Durch eine sinnvolle Tagesstrukturierung und gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) geben wir den Klienten die Grundvoraussetzungen, die für ein dauerhaftes, menschenwürdiges Wohnen unabdingbar sind.

Das "Haus Schöneweide" schließt eine Lücke im Hilfesystem der Berliner Wohnungslosenhilfe, indem den Männern ein geschütztes Wohnen ermöglicht wird, denen sonst nur ein Aufenthalt auf der Straße übrig bleiben würde. Mit der Einrichtung wird den Bedürfnissen der schwer integrierbaren und suchtkranken Wohnungslosen Rechnung getragen.

Das Hilfeangebot
Ziel des Hilfeangebotes ist es, die Folgen langjähriger Alkoholabhängigkeit und Wohnungslosigkeit zu mildern und deren Ursachen zu reflektieren. Das Angebot ist niedrigschwellig orientiert und unsere Arbeitsgrundlage beruht auf dem Grundsatz: "Stabilisierung statt Verschlimmerung". Die Klienten sollen die Möglichkeit haben, immer wieder missglückte Abstinenzversuche und abgebrochene Therapien zu verarbeiten, ihr Selbstwertgefühl zu stärken und sozialpädagogisch betreutes Wohnen trotz ihrer Sucht positiv zu erleben.

schoeneweide-garten

Das Angebot umfasst u.a.:

  • eine zeitlich und örtlich engmaschige sozialpädagogische Betreuung und Beratung
  • Einzelfallarbeit
  • Gruppenarbeit
  • tagesstrukturierende Maßnahmen
  • Freizeit- und Beschäftigungsangebote
  • Sicherstellung der hygienischen Grundversorgung und
  • Vollverpflegung.

Das Haus
Das "Haus Schöneweide" befindet sich in einem Wohngebiet im Bezirk Treptow-Köpenick unweit vom S-Bahnhof.  Das Haus verfügt über 20 Einzelzimmer, die auf drei Etagen verteilt sind. Die Klienten können den Gemeinschaftsraum sowie den dazugehörigen angrenzenden Garten zur Erholung und für Freizeitveranstaltungen nutzen.

Darüber hinaus verfügt das Haus Schöneweide seit Februar 2004  über drei Außenwohngruppen mit insgesamt 10 Plätzen. Die Erfahrungen in einer Außenwohngruppe sollen den Klienten in der Nutzung seiner Ressourcen und in der Entwicklung seiner Perspektiven fördern. In kleinen Wohneinheiten ist es möglich, ein individuelles, eigenständiges Wohnen zu trainieren.

Zusätzlich werden mittlerweile 4 ehemalige Klienten im Rahmen des Therapeutisch Betreuten Einzelwohnens gemäß §§ 53, 54 SGB XII in eigenen Wohnungen durch uns betreut.

Das Team
In unserer Einrichtung arbeiten Sozialarbeiter_innen, Altenpfleger_innen, Heilerziehungspfleger_innen, eine Krankenschwester und ein Arzt, sowie studentische Nachtbereitschaften. Unsere Arbeits- und Finanzierungsgrundlage ist der § 75 i. V. m. §§ 53, 54 des XII. Sozialgesetzbuches (SGB XII).

Klienten
Das "Haus Schöneweide" ist ein Heim für chronisch mehrfachgeschädigte, nicht abstinenzfähige Alkoholiker. Die meisten Klienten haben jahrelang auf der Straße gelebt. Sie leiden unter den Folgen von langjährigem und übermäßigem Alkoholkonsum und sind durch erfolglos gebliebene Entgiftungs- und Therapiemaßnahmen entmutigt. Einsamkeit, das Leben auf der Straße, Kälte und einseitige Ernährung haben zusätzlich zur frühzeitigen Alterung beigetragen.
Das "Haus Schöneweide" bietet diesen Menschen ein sozialpädagogisch begleitetes Zuhause. Regelmäßige Mahlzeiten, Anbindung an die ärztliche und pflegerische Versorgung, gezielte sozialarbeiterische Maßnahmen sowie Aktivitäten innerhalb der häuslichen Gemeinschaft sind die ersten Schritte zu einer möglichen Reintegration.

Das Hilfeangebot berücksichtigt insbesondere die vorhandene Suchterkrankung, den bisherigen Lebenslauf (z.B. Obdachlosigkeit, Gewalterfahrungen usw.), psychische Beeinträchtigungen und andere Folgeerkrankungen des jahrelangen Alkoholkonsums.

Aufnahmebedingungen
Jeder, der aufgenommen werden möchte, benötigt:

  • die Bereitschaft, in einer Hausgemeinschaft zu leben,
  • die Bereitschaft ein Kontaktgespräch mit uns führen und
  • eine Befürwortung des Sozialpsychiatrischen Dienst des zuständigen Gesundheitsamtes.

Alkoholabstinenz ist nicht Voraussetzung für eine Aufnahme!