Chronik

Anfang der 90er Jahre erlebt das Land Berlin einen sprunghaften Anstieg der Anzahl wohnungsloser Menschen. Nach Schätzungen der freien Wohlfahrtsverbände gibt es in diesen Jahren in der Spitze etwa 20.000 wohnungslose Menschen in Berlin. Diese Situation überfordert die Sozialstruktur Berlins derart, dass etliche tausend wohnungslose Personen ohne ausreichende "persönliche Hilfe" in sog. "Läusepensionen" z. T. mit 4- bzw. 6 – Bett- Zimmern untergebracht werden. In der "kalten Jahreszeit" wird zudem in Zusammenarbeit zwischen Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales mit diversen Kirchengemeinden und Verbänden zusätzlich die "Berliner Kältehilfe" eingerichtet, um Betten in Notübernachtungen und Nachtcafes vorhalten und den "Kältetod" obdachloser Menschen zu verhindern.

1998 - 2005

Zu Anfang 1998 übernimmt die GE BE WO die Trägerschaft der ganzjährig geöffneten "Notübernachtung Epiphanien" mit 8 Betten für Männer, die bis dahin in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Epiphanien und in fachlicher Begleitung der Evangelischen Fachhochschule Berlin (EVFH; damals EFB) war. Im Vorfeld dieser Trägerschaft stehen enge fachliche Beziehungen mit der EVFH und reichhaltig vorhandene Erfahrungen mit der Arbeit der "Kältehilfe". Die Notübernachtung ergänzt das Hilfeangebot der GE BE WO im Rahmen einer mehrstufigen Angebotspalette sinnvoll.

Nach Übernahme der Trägerschaft der Notübernachtung und der daraus folgenden Erweiterung der geschäftlichen Tätigkeit erscheint der Geschäftsführung Ende 1997 der Beitritt zu einem Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege sinnvoll. Aufgrund des engen Zusammenwirkens mit der Evangelischen Fachhochschule bezüglich der Notübernachtung und aufgrund guter, kooperativer Erfahrungen mit Einrichtungen des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg (z. B. Zentrale Beratungsstelle für Wohnungslose, Krankenwohnung usw.), sowie einer weitreichenden, fachlich fundierten Präsenz innerhalb der Berliner Wohnungslosenhilfe fällt die Wahl auf das Diakonische Berlin- Brandenburg e. V. (DWBB). Anfang 1998 wird die GE BE WO daher Mitglied im DWBB.

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2006 - 2010

Am 01.02.2006 wird die GEBEWO gGmbH umbenannt. Sie führt seitdem den Namen "GEBEWO - Soziale Dienste -" gGmbH.

Im Februar 2006 wird eine "Therapeutische Wohngemeinschaft Langhans 41 (TWG)" mit 5 Plätzen für chronisch suchtkranke Männer gemäß § 53 i. V. m. § 75 SGB XII als Ergänzung zum "Haus Langhans" in Berlin- Weißensee eröffnet.

Mitarbeiterinnen der „Notübernachtung für Frauen" (NÜF) beklagen das Fehlen von geeigneten frauenspezifischen Unterkünften für wohnungslose Frauen. Aufgrund der bestehenden Nachfrage nach Unterkunftsplätzen mit sozialpädagogische für obdachlose Frauen stellt die GEBEWO - Soziale Dienste - ab Mai 2006 zunächst vier Plätze in einem "Betreuten Gruppenwohnen" (BGW) zur Verfügung gestellt.

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2011 - 2014

Im Januar 2011 wird seitens der Gesellschafter in Abstimmung mit dem Diakonischen Werk Berlin- Brandenburg- schlesische Oberlausitz ein dreiköpfiger Beirat für die GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin gGmbH und ihre drei Tochtergesellschaften eingesetzt. Über Stiftungsmittel können zwei neue Hilfemaßnahmen für psychisch kranke, obdachlose Frauen, „FrauenBeWegt" und „Inhousepsychologin" gestartet werden.

Im März 2011 muss das bis dahin erfolgreiche Gebrauchtmöbellagerprojekt „Fairplay" in Berlin- Neukölln mangels ausreichender Finanzierung eingestellt werden. Etwa zur gleichen Zeit nimmt die GEBEWO nach einer Ausschreibung des Bezirkssamtes Charlottenburg- Wilmersdorf das „Erstaufnahmeheim Forckenbeck" (ASOG) mit 94 Plätzen zur Versorgung und Beratung obdachloser Menschen in Betrieb. In der Geschäftsstelle werden zwei Mitarbeiter/-innen als Fachbereichsleiter für Wohnungsnotfallhilfe bzw. Eingliederungshilfe bestellt, um die Geschäftsführung zu entlasten.

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1993 - 1997

In diesem Umfeld gründen am 01.08.1993 die Sozialarbeiter Lothar Fiedler und Thomas Kurzbach-Otto und der Erzieher Carsten Schindler ad hoc eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), um eine Immobilie in der Grabbeallee 63 in Berlin-Pankow zum Zwecke der „Unterbringung und der sozialpädagogischen Betreuung von wohnungslosen Menschen" anzumieten. Zielsetzung ist, wohnungslosen Menschen ein niedrigschwelliges, aber qualitatives gutes Hilfeangebot zugänglich zu machen. Zwei der Gesellschafter sind zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren in der Wohnungslosenhilfe tätig und verfolgen die Absicht, ihre Visionen einer bedarfsorientiert abgestuften und modernen sozialarbeiterischen Angebotspalette kleiner, aber effizienter Hilfeeinrichtungen für Wohnungslose (max. 30 Plätze) umzusetzen.

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